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Daniel Weiss

Daniel Weiss… Das ist doch – genau, der Mann der immer im Fernsehen Eiskunstlaufen kommentiert. Oder ist es der, der im dritten Programm des Hessischen Fernsehens Sportsendungen moderiert? Aber Daniel Weiss heißt doch der, der bei den Eiskunstlauf-Galas durchs Programm führt. Oder meinen Sie den Daniel Weiss, der früher selbst bei internationalen Wettbewerben mit auffälligen Choreographien aufgetreten ist? Nein, er ist sicherlich der „böse“ Preisrichter der Promis auf ProSieben, oder??? Nicht streiten, bitte: Tatsächlich ist das alles Daniel Weiss – ein Mann mit vielseitigen Interessen, vielen Einsatzgebieten – und doch mit einer einzigen, bleibenden großen Leidenschaft: Eiskunstlauf.


Rückblickend auf seine Karriere als Eiskunstläufer, die ihm zwei Deutsche Meistertitel, allerdings keine Medaillen bei Europa- oder Weltmeisterschaften brachte, sagt der gebürtige Ingolstädter: "Ich habe den schönsten Sport ausgeübt, den es gibt." Viele würden sagen dass Weiss nie aufgehört hat, seinen Sport „auszuüben“. Trotz seiner offiziellen Verabschiedung vom Eis 1999 vor seinem Heimpublikum in Ingolstadt, hat Weiss seine Mitwirkung am Eiskunstlaufen eher erhöht als reduziert.
Seit 1996 kommentiert er für die ARD die großen Meisterschaften, nachdem er schon als 17-jähriger Mikrofon-Erfahrung bei Radion Allgäu gesammelt hatte. Die Stationen seiner journalistischen Laufbahn danach: Bürgerradio Stuttgart, Sportredaktion Süddeutscher Rundfunk, später Eurosport – und dann ARD beim Hessischen Rundfunk.
Seine Stimme wurde zu einem Synonym für Eiskunstlauf im Fernsehen und in den vergangenen Jahren auch gerne mal parodiert, so zum Beispiel von Stefan Raab oder Harald Schmidt. Nach den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin brachte Weiss Kommentar des Paarlauf Wettbewerbs ihm eine Erwähnung auf der ersten Seite der Bild - Zeitung in der Rubrik Gewinner. Zitat: „ARD Kommentator Daniel Weiss fesselte über 6 Millionen Zuschauer vor den Bildschirmen. Beim Sturz-Drama um das Chinesen-Paar beim Eiskunstlaufen sorgte er für Gänsehaut- und Information….Weiss weiß wovon er redet!“ Seine geistreichen und unversöhnlichen Kritiken brachten auch große Aufmerksamkeit bei der Promi-Show „Stars auf Eis“, die von Katarina Witt auf ProSieben moderiert wurde. Seine direkten, unverblümten Kommentare wurden schnell zum Tagesgespräch der Show.

Wenn er kein Mikrofon in der Hand hat, produziert Weiss hochwertige Eiskunstlauf- Shows. Nachdem er schon seit 1993 Top-Eislauf-Events organisierte, beschloss Weiss seine Unternehmungen zu erweitern und gründete 1999 Spotlight Productions. Zusammen mit der kanadischen Choreographin Jennifer Weiss (Weiss Ehefrau) und dem Mitarbeiter Oliver Patock, konnte er auf diese Weise neue Höhepunkte seiner Laufbahn erreichen.
Viele Jahre prägte er mit seinen Show-Kenntnissen die „ARD-Gala on Ice“ und führte diese mit den künstlerischen Konzepten seiner Frau zu einer Rekordeinschaltquote für Eiskunstlaufübertragungen von 2,5 Millionen Zuschauern in der ARD. Jährlich veranstaltet Weiss in Ingolstadt eine Gala die immer wieder ausverkauft ist. Genau so erfolgreich sind seine Kollaborationen mit der Autostadt in Wolfsburg, wo Spotlight zwei exklusive, aufwendige Eisrevuen produzierte, die Tausende von Besuchern anzogen. Ebenso das Konzept „Classic on Ice“: In einmaliger Harmonie wurde in der Münchner Philharmonie klassische Live-Musik und Eiskunstlauf miteinander verbunden. Weitere „high profile“ Events die Spotlight organisiert hat sind die Präsentationen des Audi Q7 oder die Feierlichkeiten zum 25. Jubiläum von Audi Quattro, welche in Ingolstadt stattfanden – der Heimatstadt für Audi und Daniel Weiss. "Es macht mir einfach unglaublich viel Freude, all‘ das, was ich in 31 Jahren im Eiskunstlaufen an Wissen und Erfahrungen angesammelt habe in unsere Shows einzubringen."
Er verließ Ingolstadt im Alter von 10 Jahren, lebte im Internat und trainierte im Bundesleistungszentum für Eiskunstlauf in Oberstdorf, wo er das Eis mit Eiskunstlaufgrößen wie „Jayne Torvill & Christopher Dean“ und „Isabelle & Paul Duchesnay“ teilte. Von da an reiste der Publikumsliebling durch die Welt, erst als Amateur, von Wettkampf zu Wettkampf und später als Profi, von Show zu Show. Es war der Entertainer Weiss, der letztendlich triumphiert hat.
Beim internationalen Wettbewerb Skate Canada konnte er den Interpretations-Wettbewerb gewinnen und 12 000 begeisterte Zuschauer in der Arena erhoben sich für ihn zu stehenden Ovationen. Noch zwei weitere Male sollte er bei diesem Wettkampf Gold holen und hier den Traum jedes Eiskunstläufers erreichen – die Wertung mit einer perfekten 6,0.

Er lebte eine Weile in Paris und später in Blackpool, England, wo er eine Saison als Gaststar in der „Hot Ice Show“ auftrat. Es folgten jede Menge Engagements bei Tourneen und einzelnen Eisgalas. Eine davon ist ihm unvergesslich, nicht nur, weil es die aufregendste und schönste war: Als er 1994 mit dem innovativen Eistanz-Paar Isabelle und Paul Duchesnay durch Frankreich tourte, verliebte er sich in eine junge Eiskunstläuferin aus Kanada, die er 2000 auch heiratete.

Heute lebt und arbeitet er mit seiner Frau Jenny (Künstlerische Leiterin und Choreographin bei Spotlight) in Wehrheim. Zusammen haben sie eine Tochter, Linnea.
Beim entspannen zu Hause mit der Familie, beim arbeiten fürs Fernsehen, an seinem Schreibtisch bei Spotlight oder beim Reisen zum nächsten großen Event: Weiss – das war und ist Kreativität, Impulsivität, Spontaneität. Tausend Volt im Herzen und tausend Ideen im Kopf! "Mir macht alles so viel Spaß, was ich heute tue. Egal, ob es kommentieren, organisieren oder moderieren ist. Die Gefahr, rückfällig zu werden, ist gleich null." Typisch Daniel Weiss: Die Vergangenheit ist nicht vergessen, aber vorbei. Es gilt, die Gegenwart zu genießen und auf die Zukunft zu bauen. Hauptsache, das Leben bleibt in Bewegung.